Altersaufbau einer Bevölkerung
Aus BurkinaAt
Buch: das ganze 6. Kapitel des 6er Buches
unterschiedliche Bevölkerungspyramiden
Eine Bevölkerungspyramide ist eine Grafik die darstellt, welches Alter die einzelnen Bevölkerungsteile eines Landes haben. Auf der y-Achse ist das Alter und auf der x-Achse die Zahl der Personen angegeben. Die Pyramide ist in zwei Hälften geteilt, links sind immer die Männer und rechts immer die Frauen.
Generell unterscheidet man in vier verschiedene Pyramidenformen (die aber alle nur im Idealfall auftreten):
- Pyramide: Bevökerung wächst gleichmäßig; es gibt deutlich mehr Junge als Alte; die sterblichkeit (Mortalität) ist schon im mittleren Alter erheblich
- Glocke: Zahl der Geburten seit Jahren stabil; Bevölkerung bleibt in etwa gleich
- Urne: wenn die geburtenreichen Jahre zurückgehen, führt das zu einem Schrumpfen der Bevölkerung
- Blatt: es gibt keine Geburten; die Bevölkerung stirbt aus
Löcher und Einbrüche in Bevölkerunspyramiden lassen sich durch Kriege und Hungersnöte erklären.
Bevölkerungspyramiden für alle Länder: http://www.census.gov/ipc/www/idb/pyramids.html
demographischer Übergang
demographische Kennzahlen aller europäischen Länder siehe 6er Buch S. 150/151
Demographie = Bevölkerungswissenschaft
Der demographische Übergang beschreibt die Veränderung in der Bevölkerungsentwicklung von Ländern (und/oder Gesellschaften).
In einem "Modell des demographischen Übergangs" (auch Theorie des demografischen Übergangs oder Demographische Transformation genannt) wird der Übergang von hohen zu niedrigen Sterbe- und Geburtenraten und das daraus entstehende (natürlich veränderte) reduzierte Bevölkerungswachstum gezeigt.
Zwei Faktoren haben Einfluss auf das (natürliche) Bevölkerungswachstum:
- Mortalität (Sterberate)
- Fertilität (wie viele Kinder eine Frau kriegt), man verwendet die Durchschnittsgröße TFR (totale Fertilitätsrate) um anzugeben, wie viele Kinder eine Durchschnittsfrau im Lauf ihres Lebens kriegt
Generell sagt man, dass eine Frau durchschnittlich 2,1 Kinder kriegen muss um ein Abnehmen der Bevölkerung zu verhindern. Das Problem der meisten Industrieländer ist, dass es eben nicht mehr 2,1 Kinder/Frau gibt. Die einzige Möglichkeit die ein Staat hat um trotzdem ein konstantes Bevölkerungswachstum zu garantieren, ist Zuwanderung.
Die nebenstehende Grafik (rechts) erklärt die verschiedenen Phasen des demographischen Übergangs.
Phase 1: Mortalität und Fertilität bleiben konstant hochs gibt kein Bevölkerungswachstum
Phase 2: die Sterberate sinkt apide (meist wegen besserer medizinischer Versorgung), die Geburtenraten bleicben gleich
Phase 3: nun sinkt auch die Fertilität (die Menschen verdienen mehr und kriegen weniger Kinder) - das Bevölkerungswachstum hält noch an, weil es ja immer noch mehr potentielle Eltern gibt als in Phase 1
Phase 4: Mortalität und Fertilität haben sich wieder eingependelt - es gibt kein Bevölkerungswachstum
Heute sind die meisten Industrieländer zwischen Phase 3 und 4, Entwicklungsländer sind großteils in Phase 2 (es sterben zwar schon weniger Menschen als früher, aber die Leute bekommen immer noch gleich viele Kinder).
Die Grafik links zeigt den demographischen Übergang Schwedens von 1751-1984.
Bis ungefähr 1850 befinden wir uns in Phase 1 - Mortalität und Fertilität bleiben ziemlich konstant. Von 1850 bis 1901 sind wir in Phase 2 und ab einem kurzen Babyboom kommen wir in Phase 3, bei der Sterbe- und Geburtenrate wieder ziemlich ausgeglichen sind.

