Altersaufbau einer Bevölkerung

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Buch: das ganze 6. Kapitel des 6er Buches

unterschiedliche Bevölkerungspyramiden

Eine Bevölkerungspyramide ist eine Grafik die darstellt, welches Alter die einzelnen Bevölkerungsteile eines Landes haben. Auf der y-Achse ist das Alter und auf der x-Achse die Zahl der Personen angegeben. Die Pyramide ist in zwei Hälften geteilt, links sind immer die Männer und rechts immer die Frauen.

Generell unterscheidet man in vier verschiedene Pyramidenformen (die aber alle nur im Idealfall auftreten):

Niger 2000, Pyramide
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Niger 2000, Pyramide


- Pyramide: Bevökerung wächst gleichmäßig; es gibt deutlich mehr Junge als Alte; die sterblichkeit (Mortalität) ist schon im mittleren Alter erheblich

- Glocke: Zahl der Geburten seit Jahren stabil; Bevölkerung bleibt in etwa gleich

Antigua und Barbuda 2050, Glocke
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Antigua und Barbuda 2050, Glocke

- Urne: wenn die geburtenreichen Jahre zurückgehen, führt das zu einem Schrumpfen der Bevölkerung

Österreich 2050, Urne
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Österreich 2050, Urne

- Blatt: es gibt keine Geburten; die Bevölkerung stirbt aus


Pyramiden lesen

Löcher und Einbrüche in Bevölkerunspyramiden lassen sich durch Kriege und Hungersnöte erklären.

Bevölkerungspyramiden für alle Länder: http://www.census.gov/ipc/www/idb/pyramids.html

demographischer Übergang

demographische Kennzahlen aller europäischen Länder siehe 6er Buch S. 150/151

Demographie = Bevölkerungswissenschaft

Der demographische Übergang beschreibt die Veränderung in der Bevölkerungsentwicklung von Ländern (und/oder Gesellschaften).

In einem "Modell des demographischen Übergangs" (auch Theorie des demografischen Übergangs oder Demographische Transformation genannt) wird der Übergang von hohen zu niedrigen Sterbe- und Geburtenraten und das daraus entstehende (natürlich veränderte) reduzierte Bevölkerungswachstum gezeigt.

Zwei Faktoren haben Einfluss auf das (natürliche) Bevölkerungswachstum:

- Mortalität (Sterberate)

- Fertilität (wie viele Kinder eine Frau kriegt), man verwendet die Durchschnittsgröße TFR (totale Fertilitätsrate) um anzugeben, wie viele Kinder eine Durchschnittsfrau im Lauf ihres Lebens kriegt

Generell sagt man, dass eine Frau durchschnittlich 2,1 Kinder kriegen muss um ein Abnehmen der Bevölkerung zu verhindern. Das Problem der meisten Industrieländer ist, dass es eben nicht mehr 2,1 Kinder/Frau gibt. Die einzige Möglichkeit die ein Staat hat um trotzdem ein konstantes Bevölkerungswachstum zu garantieren, ist Zuwanderung.

4-phasiges Modell des demografischen Übergangs
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4-phasiges Modell des demografischen Übergangs


Die nebenstehende Grafik (rechts) erklärt die verschiedenen Phasen des demographischen Übergangs.

Phase 1: Mortalität und Fertilität bleiben konstant hochs gibt kein Bevölkerungswachstum

Phase 2: die Sterberate sinkt apide (meist wegen besserer medizinischer Versorgung), die Geburtenraten bleicben gleich

Phase 3: nun sinkt auch die Fertilität (die Menschen verdienen mehr und kriegen weniger Kinder) - das Bevölkerungswachstum hält noch an, weil es ja immer noch mehr potentielle Eltern gibt als in Phase 1

Phase 4: Mortalität und Fertilität haben sich wieder eingependelt - es gibt kein Bevölkerungswachstum

Heute sind die meisten Industrieländer zwischen Phase 3 und 4, Entwicklungsländer sind großteils in Phase 2 (es sterben zwar schon weniger Menschen als früher, aber die Leute bekommen immer noch gleich viele Kinder).

demographischer Übergang Schwedens 1751-1984
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demographischer Übergang Schwedens 1751-1984

Die Grafik links zeigt den demographischen Übergang Schwedens von 1751-1984.

Bis ungefähr 1850 befinden wir uns in Phase 1 - Mortalität und Fertilität bleiben ziemlich konstant. Von 1850 bis 1901 sind wir in Phase 2 und ab einem kurzen Babyboom kommen wir in Phase 3, bei der Sterbe- und Geburtenrate wieder ziemlich ausgeglichen sind.

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