Asiatische Industriestaaten (Japan, China, Indien, „Tigerstaaten“)
Aus BurkinaAt
Die Asiatischen Industriestaaten hatten ihre revulotion in den 70er Jahren, seitdem produzieren auch diese Länder in grossen Fabriken und hauptsächlich Maschinel. Diese Länder wachsen aber auch jetzt noch enorm im vergleich zu den Westlichen Industriestaaten, da die Bevölkerungswachstumsrate dort extrem steigt. Außerdem wollen die Leute in Asien immer "westlicher sein".
Als Tigerstaaten werden die sich wirtschaftlich schnell entwickelnden Staaten Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur bezeichnet. Die in den 1980ern geprägte Bezeichnung stammt daher, dass diese vier Staaten mit einem hohen Wirtschaftswachstum von Entwicklungsländern zu Industriestaaten wurden. Die dabei gezeigte hohe Dynamik erinnerte an die kraftvolle Energie des Tigers, der zum Sprung ansetzt.
Von 1999 bis 2004 wuchs das Bruttoinlandsprodukt Indiens inflationsbereinigt um rund 6 Prozent jährlich. 2005 ist es nach vorläufigen Angaben sogar um 8,4 Prozent gestiegen. Der Internationale Währungsfonds rechnet damit, dass sich das Wachstum 2006 und 2007 nur wenig auf rund 7 Prozent abschwächt. Trotz des in den letzten Jahren deutlich beschleunigten Wachstums liegt die offizielle Arbeitslosenquote aber noch bei 9 Prozent – wobei mit einer erheblichen Zahl von Arbeitslosen zu rechnen ist, die von der Statistik nicht erfasst werden.
Der Verbraucherpreisanstieg hielt sich in den 2004 und 2005 bei rund 4 bis 5 Prozent. Der IWF erwartet auch 2006 und 2007 einen Anstieg um knapp 5 Prozent.
Unbefriedigend bleibt auch die Entwicklung der Staatsfinanzen. Das gesamtstaatliche Haushaltsdefizit bewegt sich bei leicht rückläufiger Tendenz zwischen 9 und 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Davon entfällt rund die Hälfte auf das Defizit der Zentralregierung.
Von den führenden Agenturen zur Bewertung von Kreditrisiken wird die Kreditwürdigkeit Indiens vor dem Hintergrund der günstigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aber zunehmend besser eingeschätzt. Nach der Rating-Agentur Moody's hob Anfang August 2006 auch die Agentur Fitch ihre Bewertung der Kreditaufnahme des indischen Staates auf den niedrigsten sogenannten investment grade an.
Wirtschaft und Handel in China
Shanghai, China. Die chinesische Wirtschaft hat in den vergangenen 20 Jahren das geschafft, was vielen anderen Entwicklungsländern bisher verwehrt blieb: eine beeindruckende wirtschaftliche Aufholjagd und eine Steigerung des Lebensstandards vieler Millionen Menschen, vor allem entlang der Ostküste von China.
Seit rund 15 Jahren bewegen sich die Wachtumsraten der chinesischen Wirtschaft bereits relativ stabil um die Marke von über 9 Prozent pro Jahr. Und obwohl es immer wieder kritische und warnende Stimmen gibt, existieren keine ersthaften Anzeichen dafür, dass sich diese Entwicklung in China in den nächsten Jahren deutlich verlangsamen würde. Im Gegenteil, die Begeisterung und Aufbruchsstimmung in China ist weiterhin ungebrochen.
Trotz aller Begeisterung für die chinesische Wirtschaft und trotz der vielen und umfangreichen Investitionen zahlreicher Betriebe in die chinesische Wirtschaft, sollte nicht vergessen werden, dass das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt der Volksrepublik China auch heute noch auf dem Niveau eines wirtschaftlich extrem unterentwickelten Landes liegt.
In einigen umkämpften Märkten, wie zum Beispiel dem Automobilsektor, wird die ausländische Konkurrenz in China zwar zunehmend stärker, und auch nationale chinesische Unternehmen beginnen bereits, eigene Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Jedoch gibt es weiterhin ein großes Wachstumspotential für den chinesischen Markt in unzähliegen Branchen, deren Märkte in den wirtschaftlich weiter entwickelten Ländern des Westens bereits seit Jahrzehnten weitgehend aufgeteilt sind.
Unternehmer und Firmen seien jedoch vor überhasteten oder unüberlegten Schritten in Richtung China gewarnt. Selbst große Konzerne haben sich hier in China bereits eine blutige Nase geholt und haben sich wieder zurückgezogen, weil sie glaubten, in diesem riesigen Land alles genauso machen zu können wie in anderen Teilen der Welt.

