Beispiele für Ethnien-, Sprach und Religionskonflikte (Huntington)

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Die Haltung eines Staates gegenüber Minderheitsgruppen, die Teil des Staatsvolkes sind, aber sich durch verschiedene Merkmale (Sprache und Herkunft etc.) unterscheiden, kann variieren.

Minderheiten werden von Staaten unterschiedlich anerkannt. Die Anerkenneung reicht von verfassungsmäßiger Anerkennung bis hin zur Anerkennung der Existenz der Minderheiten bis hin zum Fehlen jeglicher Anerkennung. Es kann vorkommen, dass bestimmte ethnische und sprachliche Gruppen besondere Rechte bekommen und anerkannt sind und andere nicht. Also erfahren Minderheitsangehörige entweder eine gleiche oder schlechtere Behandlung. Durch diese evt. Ungerechtigkeit können Sprachkonflikte entstehen. Das Sprachenrecht dient zur Vermeidung von Sprachkonflikten. Es regelt das Verhalten der verschiedenen Minderheiten im gesellschaftlichen Zusammenhang.

Konflikte können zwischen Menschen wegen deren unterschiedlichem Glauben, Nationalität usw. entstehen. Hier sind einige Beispiele:

Ethnische-Konflikte:

Der Kosovo: Der Kosovo hat immer zu Serbien gehört. Als der Kosovo sich für unabhängig erklärte wurde er von einigen EU-Staaten anerkant. Die Serben wollten das nicht, daher herrscht dort nun ein ethnischer Konflikt, wobei es darum geht, ob der Kosovo nun weiterhin zu Serbien gehören soll oder nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Kosovo ein autonomer Staat.

Dafur: Im Sudan sind Ethnien-Konflikte sehr aktuelle Themen. Der Konflikt ist eine seit 2003 andauernde bewaffnete Auseinandersetzung zwischen den in Dafur ansässigen schwarzafrikanischen Stämmen (Rebellen) und der Zentralregierung in Khartum. Dabei fordern die Rebellen mehr Mitbestimmung im Staat und eine Entwicklung ihrer Region. Durch diesen Konflikt sind ca. 400.000 Menschen umgekommen, 2.5 Millionen wurden vertrieben.

In Ruanda: In Ruanda gab es vom 6.April 1994 bis Mitte Juli 1994 einen Bürgerkrieg zwischen den Hutu und den Tutsi. Die Hutu töteten ca. 75 Prozent der Tutsi-Minderheiten sowie die Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder aktiv dagegen einsetzten. Schätzungen zur Folge gab es bis zu 1.000.000 Tote.

Sprachkonflikte:

Das Sprachenrecht dient zur Regelung von Sprachkontakten und Vermeidung von Sprachkonflikten. Das Sprachenrecht regelt das die Sprache betreffende Verhalten des Menschen im gesellschaftlichen Zusammenhang.

Eigentlich ist ein Sprachkonflikt ein Unterbegriff eines Ethnien-Konflikts z.B:

Belgien: In Belgien gibt es heute drei Amtssprachen: Niederländisch (Flämisch, bezeichnet niederländische Dialekte in Flandern), Französisch und Deutsch. Belgien ist durch die sprachlichen und ethnischen Unterschiede in zwei Regionen aufgespalten worden: in die Flämische und in die Wallonische Region. Diese Unterschiede führen zu vielen, auch politischen Konflikten und dazu, dass Belgien als eigenes Land mit einheitlichem Volk nicht existieren kann.

Südtirol wäre ein Beispiel, bei dem der Konflikt erfolgreich gelöst werden konnte: Entsprechend seiner ansässigen Bevölkerungsgruppen sind Deutsch und Italienisch die offiziellen Amtssprachen Südtirols. Ladinisch ist nur in einigen Landesteilen Amtssprache.Sämtliche Orts- und Straßenschilder sowie ein Großteil aller öffentlichen Beschilderungen haben zweisprachige Aufschriften und alle Mitarbeiter von öffentlichen Ämtern sind gesetzlich zur Zweisprachigkeit verpflichtet, in Gemeinden mit ladinischer Bevölkerung zur Dreisprachigkeit.



Religionskonflikte:

Religionskonflikte, sind wie auch Sprachkonflikte, ein Unterbegriff von ethnischen Konflikten. Ein Beispiel für einen Religionskonflikt ist:

Nigeria: Nigeria ist in Nord- und Südnigeria unterteilt. Im Norden ist die am meisten verbreitete Religion der Islam, im Süden das Christentum. Im Norden werden aber seit 2000 öffentliche Bestrafungen erlaubt und auch angewendet(z.B.: Hiebe und Schläge ect.). Deshalb sind die im Norden wohnenden Christen in den Süden geflüchtet, um den muslimischen Gesetzen zu entgehen.


(Buch 5 Seite 18 bis 23 - Wichtig: Huntington)

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