Beispiele für weltweite Industrialisierung, alte und neue Industriegebiete
Aus BurkinaAt
Beispiele für Weltweite Industrialisierung:
Ein Industriegebiet ist ein für Produktionsbetriebe vorgesehenes Baugebiet dieses Gebiet liegt meist abgelegen von Wohngebieten da sie für Schwerverkehr und andere Infrastrukturen erschlossen sind, doch müssen sie mit speziellen Umweltauflagen belegt sein
Die Industrielle Revolution begann im 18.Jahrhundert und war jedoch erst im im 19. verstärkt zu bemerken, es war der Übergang von der Agrar zur Industriegesellschaft. Diese Zeit war aber auch eine schlechte Zeit für viele Arbeiter da die Industrialisierung Maschinen mit sich brachte die billiger waren als Arbeiter und schneller arbeiteten. Die Industrialisierung brachte viele neue Erfindungen mit sich, diese waren insbesondere bei der neuartigen Nutzung nicht-menschlicher Energie und im Textilgewerbe auszumachen.Es wurde zb. von James Watt, Thomas Newcomens Dampfmaschine überarbeitet. Viele Unternehmer erkannten die Effektivität dieser Maschine und begannen diese mehrfach einzusetzen.Ihre Einführung führte zu einer noch stärkeren Intensivierung der Industrieproduktion.
Industriegebiete
Wiener Becken: Im Osten des Wiener Beckens herrscht noch die Landwirtschaft vor, wobei hauptsächlich Getreide und Zuckerrüben angebaut werden. Aber auch hier macht sich der Strukturwandel bemerkbar, so wurden zum Beispiel die Zuckerfabriken in Bruck an der Leitha und Siegendorf stillgelegt. An Stelle der Brucker Zuckerfabrik wurde ein Ölmühle für Biodiesel errichtet und die Bauern setzen vermehrt auf den Anbau von Raps und Sonnenblumen. Durch die Lehmvorkommen entstand schon Ende des 19. Jahrhunderts eine erste Industrie in Form der Ziegelindustrie südlich von Wien. Am südlichen Rand Wiens, am Wienerberg, begann die Geschichte der Ziegelproduktion der Firma Wienerberger AG. In dieser Zeit kamen viele Zuwanderer aus den Kronländern ins Wiener Becken. In der Folge der Ziegeleien sind auch viele Ziegelteiche entstanden, die heute zum Teil unter Naturschutz gestellt wurden oder als Badeteiche genutzt werden. Die meisten Ziegelteiche wurden im Zuge der Industrieansiedlungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder zugeschüttet. Wirtschaftlich zählt vor allem der nördliche Teil des Wiener Beckens, das zum Umland von Wien gehört, zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Österreichs. So ist im Bezirk Mödling das höchste Pro-Kopf-Steueraufkommen Österreichs zu verzeichnen. Wichtig ist hier das größte Industriegebiet der Eco Plus, das Industriezentrum Niederösterreich Süd (IZ NÖ-Süd), das sich über die Gemeindegebiete Wiener Neudorf, Biedermannsdorf, Guntramsdorf und Laxenburg erstreckt sowie die Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf. Aber auch der Flughafen Wien-Schwechat mit der um ihn angesiedelten Wirtschaft stellt einen Wachstumsmotor dar. Bis auf Wiener Neustadt, das erst später wirtschaftlich aufgeholt hat, sind Gebiete Dank der Wasserkraft von Schwechat, Triesting und Piesting vorwiegend durch Textilbetriebe sehr früh industrialisiert worden. Viele Betriebe mussten durch den Strukturwandel große Probleme durchmachen. Dies betrifft zum Beispiel auch ehemalige Paradeunternehmen wie die Semperit AG in Traiskirchen. So müssen heute viele Menschen in Richtung Wien auspendeln. Vereinzelt werden aber auch wieder neue Betriebe wie Magna International mit der Europazentrale in Oberwaltersdorf oder der Pferdesportpark in Ebreichsdorf angesiedelt.
Ruhrgebiet:
Die Region, die heute als Ruhrgebiet bezeichnet wird, war Ende des 18. Jahrhunderts landschaftlich vergleichbar mit dem Münsterland, dem Niederrhein und der Soester Börde – einzelne Städte, darunter etliche Hansestädte, vor allem am Hellweg, Freiheiten und Dörfer, die vor allem durch die Landwirtschaft geprägt waren. Anfang des 19. Jahrhunderts waren Duisburg und Dortmund die größten Städte mit mehr als 5.000 Einwohnern. Zur selben Zeit lebten in der Munizipalität Mülheim an der Ruhr im Süden der Region bereits mehr als 11.000 Menschen. Gelsenkirchen und Herne im nördlich gelegenen Emscherland dagegen hatten zu dieser Zeit lediglich einige hundert Einwohner.
Frühe Kerne der Industrialisierung bildeten einzelne Eisenhütten. Hier entstanden wichtige frühe Technologien der Eisenerzeugung durch den Abbau von Erzen, die unter Verwendung von Holzkohle verhüttet wurden.
Mit dem wirtschaftlichen Abbau der Kohle ab Anfang des 19. Jahrhunderts entlang der Ruhr gewann die Industrialisierung für das Ruhrgebiet an Fahrt. Innerhalb weniger Jahre entstanden über 220 Zechen (Zusammenschluss mehrerer Personen zur Betreibung eines Bergbetriebs) , bis 1850 waren es fast 300. Aus der Kohle wurde vor allem in Kokereien Koks gewonnen, welches in den Hochöfen der angesiedelten Eisen- und Stahlhütten zur Roheisen- und Stahlerzeugung benötigt wurde. Noch bevor die Kohlevorkommen entlang der Ruhr erschöpft waren, entstanden weiter nördlich neue Zechen. Der Ruhrbergbau wanderte, den Flözen in die Tiefe folgend, von Süden nach Norden, von der Ruhr an die Emscher und schließlich zur Lippe. Laut Veröffentlichungen von Prof. Dr. Roland Günter hat es insgesamt etwa 3200 einzelne Zechen im Ruhrrevier gegeben. Die Erschließung des Ruhrgebiets als Lieferanten für Kohle und Stahl für die aufstrebende Industrie förderte die Gründung vieler Eisenbahngesellschaften. Siehe hierzu: Liste der ersten Eisenbahnen in Nordrhein-Westfalen bis 1930 Aufgrund der wirtschaftlichen Expansion wurden Arbeitskräfte angeworben. Die Bevölkerungszahlen stiegen explosionsartig. Die alten Städte am Hellweg erwachten zu neuer Blüte. Vormalige Dörfer entlang der Emscher entwickelten sich zu Großstädten. Qualifizierte Facharbeiter der Bergwerke wurden vielfach in Arbeitersiedlungen, sogenannten Zechenkolonien, untergebracht. Der Ruhrkohlenbezirk wuchs zum größten industriellen Ballungszentrum Europas an.

