Garango

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Bild:Wappen.jpg Garango (290 m ü. NN) liegt in einem sehr flachen Tal in Ost-West Richtung.

Es wird im Süden begrenzt durch den Boulgou (420 m ü.NN) und im Norden durch Laterit-Hügel.

Im Wappen dargestellt sind: der Boulgou, die Gazelle der Gründungslegende, der Hof des Naaba, eine Bissahütte und Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Sie weisen auf eine bäuerliche Bevölkerung hin.


Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt Garango (Garango Commune) bedeckt eine Fläche von etwa 79 km2. Sie ist eingeteilt in 7 Sektoren und vereint 26 Dörfer (quartiers traditionnels). Die Vereinigung geschah auf Anweisung der Militärbehörden im Jahre 1958; 1960 wurde Garango Sitz einer Unterpräfektur. Ein Gesetz aus dem Jahr 1982 erhob Garango zur Stadt, dieses Gesetz wurde Anfang 1983 umgesetzt durch die Ernennung eines Préfet Maire. Am 8.10. 1999 wurden die Stadtgrenzen neu festgelegt. Garango wurde dabei gegenüber 1983 etwas verkleinert. Im Jahr 2000 lebten im Stadtgebiet etwa 30.000 Einwohner (Wachstumsrate: 2,4%)

Garango ist Sitz des Naaba ("Kurfürst", gegenwärtig regiert Naaba Koom) und Hauptort der Bissa, die Anfang des 19.Jahrhunderts eingewandert sind. Es war und ist Heimat vieler Politiker des Landes: Minister, Botschafter und Abgeordnete.

Wirtschaft

Garango ist lokales Oberzentrum in der Provinz Boulgou (Hauptstadt Tenkodogo) mit Präfektur, Krankenhaus mit Arzt, Schulinspektion, Lycée, Colléges, Post, landwirtschaftlicher Kooperative, Poste des Eaux et des Forets, Mission Catholique (seit 1933), Moschee, Centre Feminin, Centre des Handicapes, Centre des Orphelins, Blindenzentrum, Handwerkerschule, Handwerkern (Schlosser, Schreiner, Maurer, Maler, Schneider, Ledermacher), Viehmarkt, Schlachthof und Veterinärstation.

Die Wirtschaft ist rein agrarisch mit Anbau der Hirsearten Sorghum/"Sorgho" (13%) und Rispenhirse/"Mil" (68%), Reis, Mais, Zwiebeln, Erdnüssen, Gemüsen und etwas Baumwolle, sowie der Haltung von Schweinen, Schafen, Ziegen und Perlhühnern (Kleinvieh: etwa 10000 im Stadtgebiet freilaufend, die Tiere düngen die vielen "Hausfelder" in der Stadt). Exportiert werden nur Zwiebeln in geringem Umfang. Das Land wird mit der Hacke (Dhaba) bearbeitet (0,6ha/Arbeitskraft), vereinzelt auch mit Leichtpflügen, Arbeitstier ist der Esel. Großvieh (Zeburinder und Rinder) wird von den nomadischen Peulh im Auftrag durch das Land getrieben. Milchviehhaltung ist unbekannt. Alle drei Tage findet ein Markt statt. Dort werden vor allem landwirtschaftliche Produkte verkauft.

Seit 1973 besteht eine Partnerschaft mit Laval (Frankreich), seit 1983 eine Partnerschaft mit Ladenburg.

Klima

Das Klima wird geprägt durch den Wechsel zwischen Trocken- und Regenzeit (Ende Mai bis Ende September). Die Ergiebigkeit der Regen ist stark unterschiedlich, im Mittel fällt etwa genausoviel Regen wie in Ladenburg (700mm). Die Temperaturen liegen zwischen 20 Grad (Dezember) und über 40 Grad (April, Mai).

Gründungslegende

Wie Garango entstand, darüber gibt es unterschiedliche Geschichten, hier ist eine davon. Eine andere, romantischere, Version findet man in Geschichte der Bissa.

Die Jagd ist zu Ende Als die Bissa auf ihrer Wanderung, von Süden her kommend, in das Gebiet um Tenkodogo kamen, litten sie große Not. Es mangelte ihnen an Nahrung und Wasser. Also ging Barso, der Anführer der Gruppe, ein großer Krieger und Jäger, mit ein paar Männern hinaus, Wild zu jagen und Wasser zu finden. Schon bald entdeckten sie eine schöne Gazelle (Biche) und machten sich daran sie zu erlegen. Aber sie hatten kein Glück, immer wieder entkam ihnen das Tier. Schließlich waren sie so erschöpft, dass sie sich zu Boden legten und einschliefen. Im Traum aber erschien Barso die Gazelle, die er gerade gejagt hatte und sprach: "Wenn Du Deine Jagd aufgibst will ich Dich in ein Gebiet führen wo der Boden fruchtbar ist und es genügend Wasser gibt, dass ihr alles anbauen könnt was ihr zum Leben benötigt." Davon erwachte Barso und sah die Gazelle ruhig in seiner Nähe stehen. Er weckte seine Männer und befahl: "GARANGO" -- Die Jagd ist zu Ende. Dann folgte er der Gazelle und sie führte ihn in das verprochene Land, am Fuße des Boulgou. Seit her darf kein Bissa eine Biche jagen oder gar ihr Fleisch essen! ---- allerdings gibt es auch keine mehr.


Satellitenkarte

Garango Stadt (secteur 7)

Kommentierte Karte bei Google-Maps.

Siehe auch


GPS-Koordinaten (lat/lon): 11.80567 / -0.54785

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