Gegensätze innerhalb einer Stadt, eines Staates, der EU, (anhand von Beispielen)
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Regionale Disparitäten in Europa
In Europa stehen reiche Regionen ärmeren Gebieten gegenüber. Alle Länder Europas sind Industrieländer, wenngleich sehr unterschiedlich wirtschaftlichen Entwicklungsstandes. Man kann in Europa zwischen alten und jungen Industrieregionen unterscheiden. Die älteren Regionen dominieren vorallem in der Schwer- und Textilindustrie, während die Industriestruktur der jungen Regionen vielfältiger sind. (anpassungsfähiger gegenüber Schwankungen)
Zentrale Regionen und Wachstumsregionen
Die Zentrale Wirtschaftsachse Europas, die sogenante "Blaue Banane" (blau bezieht sich auf die Farbe Europas) (siehe DB6 Grafik Seite 126). Hier liegen die wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren wie London, Brüssel, Amsterdam, Frankfurt, Stuttgart, München, Zürich, Mailand und Paris. Von Norditalien über Südfrankreich nach Katalanien liegt der europäische "Sunbelt" dies ist die Region mit dem stärksten aktuellen Wirtschaftswachstum. Auch im Norden Europas befinden sich Zonen mit wirtschaftlichen Wachstum. Norwegen, Finnland, Schweden gehören zum nordischen Wachstumsraum.
Neue Wachstumsräume im Osten
In Osteuropa haben sich die westlichen Regionen Polens, Tschechiens und Ungarns sowie Slowenien, Estland und die Region um St.Petersburg seit der Ostöffnung 1989 zu neuen Wachstumsregionen entwickelt.
Der europäische "Rostgürtel"
Der europäische "Rostgürtel" zieht sich von Schottland über Nord- und Mittelengland, Nordfrankreich, Belgien, dem Ruhrgebiet bis hin zum polnischen Oberschlesien. Riesige Industrieanlagen mit mehreren Grossstädten in unmittelbarer Nähe, heruntergekommene Arbeitervierteln, zum Teil nicht mehr sich im Betrieb befindliche Industrieanlagen aus dem 19. Jahrhundert oder auch Abraumhalden von Kohlebergwerken prägen diese Gegenden die mit verschiedenen Problemen wie zum Beispiel, Massenarbeitslosigkeit und Umweltverschmutzung täglich zu kämpfen haben. Um diese Probleme in den Griff zu bekommen müssen sich dort neue Industrien ansiedeln.
Zwei Krisen im europäische "Rostgürtel" (6.Kl Buch S.122/123)
a. Kohlekrise
b. Stahlkrise
Verlierer & Gewinner der europäischen Peripherie
(6.Kl Buch S.134-137)
Die peripheren Regionen Europas liegen rund um den Zentralraum am westlichen, südlichen, nördlichen und seit der Ostöffnung der Integration Osteuropas in der Weltwirtschaft nun auch im östlichen Rand des Kontinents. Während Westen und Süden klassische Peripherien darstellen, die schon lange Versuche mittels einer staatlichen und von der EU geförderte Wirtschaftsentwicklung die Abwanderung zu unterbinden, befanden sich im Norden immer schon Zentren wirtschaftlichen Wohlstandes die im Bereich der Technologie in letzter Zeit einen regelrechten Schub erhalten haben.
Beispiel: Italien
Italien hat wie kein zweites europäisches Land eine extrem ausgeprägte Zentrum- Peripherie- Struktur. Trotz staatlicher Hilfe ist der Süden das Armenhaus Italiens geblieben. Der erhoffte wirtschaftliche und sozialpolitische Anschluss an den Norden ist ausgeblieben. In den letzten Jahren hat sich der Unterschied zwischen Norden und Süden sogar noch vergrößert. Derzeit ist das Pro- Kopf-Einkommen in Süditalien ca. 50% von Norditalien.
Die Macht der Mafia (Grafik DB6 Seite 135)
Die Mafaiverbände (Cosa Nostra in Sizilien, Camorra in Kampanien) sichern ihre Wirtschaftsmacht, indem sie unter anderem mit illegal erworbenen Vermögen Investitionen in legale Unternehmen tätigen ("Geldwäsche"). Der jährlich legale oder illegale Geschäftsumsatz der organisierten Kriminalität wird auf 10 bis 18 Milliarden Euro geschätzt.

