Imasgo
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Das Dorf Imasgo liegt ca. 25 km nördlich von Koudougou, der drittgrößten Stadt Burkina Fasos. Es gehört zur Provinz Boulkiémdé und ist im Rahmen der Dezentralisierung zu einer 'Commune rurale' geworden, die insgesamt neun Dörfer umfasst, darunter die Kerngemeinde Imasgo. Die Volkszählung 2006 ermittelte für die Großgemeinde Imasgo 22.401 Einwohner. Die Kerngemeinde Imasgo besteht aus fünf Ortsteilen, wobei jedem Ortsteil ein 'Chef du quartier' vorsteht; für die gesamte Kerngemeinde gibt es einen 'Chef du village'.
Schulen
In ganz Imasgo gibt es sechzehn Grundschulen, darunter eine katholische in der Kerngemeinde, direkt neben der Kirche, die vollständig von der Pfarrgemeinde unterhalten wird. Eine der Grundschulen – im Ortsteil Wera – wurde mit Mitteln aus Birkenau im Odenwald gebaut. Für die staatlichen Schulen müssen die Eltern pro Schuljahr 1.500 CFA (2,30€) bezahlen, für die katholische Schule 16.500 CFA (25€). Die insgesamt 103 Mädchen und 125 Jungen an der katholischen Schule sind in sechs Klassen aufgeteilt. Manche Kinder laufen jeden Tag bis zu 4 km, um dort in die Schule zu gehen. Da der Unterricht von 7.30- 12.00 Uhr und dann nachmittags von 15.00 – 17.00 Uhr stattfindet, essen viele Kinder den ganzen Tag nichts. Sieben Lehrer unterrichten an der katholischen Schule. Nach zwei Jahren Ausbildung arbeiten sie dort Vollzeit. Zwei Lehrer wohnen in speziell von der Schule gestellten Zimmern, die anderen wohnen im Dorf. In Imasgo gibt es außerdem zwei weiterführende Schulen (Collèges), eine staatliche und eine private.
Kindergarten
Es gibt auch eine Art Kindergarten in Imasgo, in dem zur Zeit 32 Kinder am Vormittag von zwei Kindergärtnerinnen betreut werden. Er ist deshalb etwas Besonderes, da die Kinder dort in Form von Geschichten und Tänzen in ihrer Kultur und Tradition unterrichtet werden. Die Eltern bezahlen dafür im Jahr 2.500 CFA und fünf Getreideportionen. Davon werden die Kindergärtnerinnen bezahlt und den Kindern etwas zu Essen zubereitet.
Krankenstation
In der Kerngemeinde befindet sich außerdem seit 1987 eine Krankenstation, in der ca. 300 Kranke im Monat ambulant oder stationär behandelt werden. Eine Konsultation kostet 100 CFA, eine Nacht in einem Krankenbett 200 CFA. Von diesem Geld werden die Angestellten wie der Fahrer des Krankenwagens, der Wächter oder die Reinigungskraft bezahlt. Die fünf Krankenpfleger, die dort außerdem arbeiten, werden vom Staat bezahlt. Während der Trockenzeit von Oktober bis April leiden die Menschen vor allem an Atembeschwerden wegen des trockenen, staubigen Windes, und an Meningitis. Während der Regenzeit droht vor allem Malaria. Sie können in dieser Krankenstation mit preiswerten Medikamenten behandelt werden, sich aber auch gegen Masern etc. impfen lassen.

