KÔTA
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PROJEKT EINES SOZIALEN UND MEDIZINISCHEN ZENTRUMS „BERR-AKOTA“ 2007 IN BOBO-DIOULASSO
Projektrahmen
KÔTA ist eine gesellschaftlich-soziale Assoziation, die seit 2001 in Burkina Faso durch die Regierung als gemeinnütziges Projekt anerkannt wurde. Ihr Sitz ist in Bobo-Dioulasso in der Region „Hauts-Bassins“. Sie unterstützt Schulen und wirkt in kulturellen und sozialen Bereichen mit. Sie hat eine Partnerassoziation in Avord in Frankreich, die BERRY-FASO heißt. Um die Aktivitäten zu verstärken, hat KÔTA seit 2006 Kontakt mit dem Verein AKO-PRO-Seminar e.V. in Bonn aufgenommen. So haben sich die drei Vereine entschieden, eine sozial ausgerichtete Krankenstation in Bobo-Dioulasso zu bauen.
Begründung des Projektes
Das nationale Krankenhaus „SANOU SOURÔ“ ist das einzige moderne Sanitätszentrum in den Regionen von Bobo-Dioulasso, Banfora, Dédougou und Gaoua, wo ungefähr 3 Millionen Menschen leben und durch diese Sanitätseinrichtung versorgt müssen. Dies ist gleichzeitig auch die einzige öffentliche Infrastruktur, die für die medizinische Versorgung in der Stadt Bobo-Dioulasso, die mehr als eine halbe Million Einwohner zählt, existiert.
Außer diesem Krankenhaus gibt es auch zwei Sanitätshäuser mit chirurgischer Abteilung und man findet auch einige Privatkliniken und Heilzentren. Leider ist die Zahl der Sanitätseinrichtungen nach Berichten des Gesundheitsministeriums von Burkina Faso zu gering, um die Bedarf zu decken.
Darüber hinaus wird der Bevölkerung keine soziale Versicherung angeboten, so dass die anfallenden ärztlichen Behandlungskosten alleine zu Lasten der Menschen gehen. Das verursacht in den Familien enorme finanzielle Probleme, zumal Burkina Faso eines der ärmsten Länder der Welt ist.
Durch ihre Aktivitäten hat die Assoziation KÔTA internationale Beziehungen ausgebaut. Weil die Partner ihr Vertrauen schenken, bekommt sie regelmäßig Hilfe von ihnen. So hat vor kurzem das Krankenhaus von Bourges (F) mithilfe der Partnerassoziation BERRY-FASO gebrauchte Sanitätsausstattungen in gutem Zustand zugesendet.
Die Assoziation KÔTA hat beschlossen, dass es sinnvoll wäre, diese Materialien zu einem sozialen Zweck einzusetzen und zwar in einer sozialen Krankenstation (später vielleicht mal ein Krankenhaus). Dies wird dazu beitragen, die ärztlichen Behandlungskosten für die Bevölkerung zu reduzieren.
Der Bau eines sozialen Krankenhauses ist eine der Maßnahmen zur Lösung der ärztlichen Vorsorge. Dadurch könnte zugleich ein Weg zur Armutsbekämpfung geschaffen werden.
Hindernisse einer ärztlichen Vorsorge
- Hohe Kosten für Laborunterschungen
- Hohe Kosten für Arzneimittel
- Teures Sanitätsverbrauchsmaterial
- Schwerer Zugang zu den Sanitätseinrichtungen
- Zu wenige Sanitäter und Ärzte
Projektbeschreibung
Ziele
Hauptziel
Gewährleistung einer nachhaltigen, geeigneten und günstigen medizinische Vorsorge in der Region „Hauts-Bassins“.
Spezifische Ziele
- Errichtung einer Krankenstation
- Qualifizierte Mediziner
- Besserer Zugang und Sicherstellen einer guten medizinischen Behandlung
Gesetzliche Bestimmungen
Technischer Rahmen
Die Krankenstation soll soziale Leistungen anbieten. Sie soll der Assoziation KÔTA gehören. Sie muss mit anderen Sanitätseinrichtungen der Region in der Stadt Bobo-Dioulasso sowie mit Privatpraxen zusammenarbeiten. Sie wird aber der technischen Kontrolle der Regionalen Direktion für Gesundheit unterstehen.
Administrativer Rahmen
Der Betriebsrat der Assoziation KÔTA wird das Krankenhaus mit ehrenamtlichen Personen verwalten.
Struktur
Die Krankenstation wird sich in dem Gebäude der Assoziation KÔTA befinden. Es wird aus Sprechzimmern, Patientenzimmern und einer Operationsstation bestehen. Jeder kann sich dort behandeln lassen und die Krankenstation soll alle weiteren Sanitätseinrichtungen der Region mit fachlichem Rat unterstützen.
Operativer Rahmen
Die Krankenstation ist der Struktur der Regionalen Direktion für Gesundheit unterstellt. Sie führt ihre Aktivitäten den nationalen und regionalen Bestimmungen entsprechend durch und kooperiert mit den anderen Sanitätseinrichtungen der Stadt Bobo-Dioulasso.
Betrieb
Die Krankenstation muss danach streben, den festgelegten Richtlinien gemäß dem burkinischen Gesetz zu folgen. In dieser Hinsicht müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden.
Bau der Krankenstation
Der Bau der Krankenstation erfolgt in verschiedenen Phasen je nach den finanziellen Möglichkeiten der Assoziation KÔTA und in Abstimmung mit den Partnern. Das Grundstück steht schon zur Verfügung.
- Zu Beginn wird ein Gebäude mit drei Sprechzimmern und einem Lagerraum für Generika gebaut.
- Dann wird ein Gebäude mit Untersuchungszimmern, Patientenzimmern und einem Operationssaal gebaut.
- Zum Schluss werden ein Wachsaal (Krankenzimmer) und ein Gästehaus gebaut.
Die Details können den beigefügten Dokumenten und dem Kostenvoranschlag entnommen werden. Der Beginn der Bauarbeiten wird für Juli 2007 vorgesehen. Die Ausstattungen werden schrittweise in Abstimmung mit den anderen Partnern vorgenommen
Personal der Krankenstation
Das Personal wird nach den burkinischen Gesetzen eingestellt. Der Betriebsrat der Assoziation KÔTA trägt die Verantwortung für die Auswahl von qualifizierten Sanitätern.
Erhöhung der Behandlungschancen
Die hohen Behandlungskosten sind ein Hinderungsgrund dafür, dass sich die Bevölkerung adäquat und ausreichend behandeln lassen kann. Eine gute technische Ausstattung stellt dafür keinen Ersatz dar. Deshalb ist die Krankenstation auf weitere Mittel angewiesen. Ohne Subventionen und ohne Hilfe erweist es sich als unmöglich, medizinische und soziale Leistungen zu ermäßigten - für die Bevölkerung bezahlbaren - Preisen anzubieten. Da das Krankenhaus in einem armen Stadtviertel von Bobo-Dioulasso errichtet wird, brauchen die Bewohner keine lange Wegstrecke zur medizinischen Behandlung zurückzulegen.
SCHLUSS
Der Bau der Krankenstation wird ohne Zweifel dazu beitragen, die Schwierigkeiten und die Sorgen der Patienten zu mildern. Außerdem ist deren Verwirklichung ein gutes Beispiel für eine dezentralisierte Zusammenarbeit zwischen drei Assoziationen aus drei verschiedenen Ländern im Bereich der Gesundheitsverbesserung der Bevölkerung der Region Haut-Bassin, in einem der ärmsten Länder der Welt.
Maminon Jonas SOME Vorsitzender

