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Landwirtschaft Österr. :Anbauregionen,Strukturelle Merkmale,Probleme - burkina.at

Landwirtschaft Österr. :Anbauregionen,Strukturelle Merkmale,Probleme

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Gemüse aus dem Marchfeld
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Gemüse aus dem Marchfeld
Das Weinviertel
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Milchvieh
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Milchvieh
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Anbauregionen

sind zum Beispiel:

  • Das Marchfeld

Zwischen March und Donau, im Osten Niederösterreichs, liegt das Marchfeld. Seine kalk- und magnesiumreichen Böden bilden die Grundlage für die hervorragende Qualität der Feldfrüchte, die dort schon seit Jahrzehnten angebaut und geerntet werden. Durch die fruchtbare Schwarzerde im Marchfeld wird der sortentypische Geschmack vieler Gemüsearten noch stärker ausgeprägt als anderswo.

Eine große Vielfalt an Gemüsearten (v.a Spargel) , Getreide, Erdäpfel und Zuckerrüben ermöglicht zudem abwechslungsreiche Fruchtfolgen. Diese sind die Voraussetzung für eine nachhaltige, naturnahe Landwirtschaft, die auf den ertragreichen Böden gesunde und widerstandsfähige Pflanzen gedeihen lässt. In diesem fruchtbaren Gemüsegarten Österreichs liegt unter anderem auch das Hauptanbaugebiet von Iglo Gemüse.


  • Weinviertel

Das Weinviertel als größtes Weinbaugebiet Österreichs ist in seiner Vielfalt ein lohnendes Ziel für weinkulinarische Entdeckungen. Hauptsorten sind Grüner Veltliner, Welschriesling, Weißburgunder, Riesling und Zweigelt. Zu den Spezialitäten gehören Chardonnay und Blauer Portugieser. Es dominieren Löss-, Lehm-, Urgestein- und Schwarzerdeböden.

Heiß und trocken ist es im Land unter dem Manhartsberg, der einer der wesentlichen Einflussfaktoren für den Weinbau im westlichen Weinviertel ist.



Strukturelle Merkmale

Die wesentlichen Merkmale der österreichischen Landwirtschaft sind im EU-Vergleich der hohe Grünlandanteil, die Kleinstrukturiertheit (viele kleine Bauerhöfe), der hohe Anteil an Bergbauernhöfen und die große Zahl an Biobetrieben.

Der Anteil der kleinen Betriebe sinkt, der Anteil der größeren Betriebe steigt.


Landwirtschaftlich genutzte Fläche: rund 3,3 Mio. ha, das entspricht rund 44 % der gesamten Bundesfläche. Kulturartenverteilung: 56 % Grünland, 42 % Ackerland, 2 % sonstige Kulturarten (Wein-, Obst-, Hausgärten etc.)


  • Etwa 1,65 % des österreichischen Bruttoinlandsproduktes werden in der Landwirtschaft erwirtschaftet. Dafür sorgen etwa 210.500 Beschäftigte, was 5,5 % aller Beschäftigten entspricht.


  • Fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe beschäftigte weniger als eine Jahresarbeitseinheit (= vollbeschäftigte Arbeitskraft), das heißt, es gibt nicht einmal so viel Arbeit, dass ein Mensch ein Jahr lang beschäftigt werden könnte


  • selbst unter den alleinigen BetriebsinhaberInnen hatte fast ein Fünftel eine außerbetriebliche Tätigkeit als Hauptberuf -> Nebenerwerbsbauern


  • 61 % der landwirtschaftlichen Fläche liegen in benachteiligten oder Berggebieten


  • Milchvieh ist die relativ bedeutendste hauptbetriebswirtschaftliche Ausrichtung (27 %)


  • nur knapp ein Zehntel der Arbeitsstunden wird von familienfremden Arbeitskräften erbracht


Probleme

  • Die Landwirtschaft verliert als Berufszweig ständig an Attraktivität (harte Arbeit, unsicheres Einkommen, keine hohen Löhne), dadurch kommt es zu einer starken Abwanderung aus dem ländlichen Raum (Landflucht). Das heißt, dass viele Betriebe keine Nachfolger finden, weil die Kinder den Hof nicht übernehmen wollen. Die Landwirtschaft ist aber auch neben den landwirtschaftlichen Erzeugnissen enorm wichtig, da sie den Kulturraum pflegt, der sonst sehr schnell verwahrlosen würde.


  • Das größte Problem der Landwirtschaft sind wohl die für sie notwendigen Subventionen. Seit 1994 fließen in Deutschland mehr Subventionen in die Landwirtschaft als sie tatsächlich erwirtschaftet (es kommt mehr Geld hinein als herauskommt). In Österreich ist das sehr ähnlich, 42% der Einnahmen eines Bauern sind Subventionen. Die Hälfte des Geldes das die EU gesamt für Unterstützungen ausgiebt fließt, zumindest im weitesten Sinne, in die Landwirtschaft!! Auch in der USA wird die Landwirtschaft stark subventioniert.

Man kann die Subventionen aber auch nicht einfach absetzen, da es sonst noch weniger Bauern gäbe als jetzt.


  • Weltweit herrscht eine Krise der Landwirtschaft. Es herrscht ein Überschuss an Nahrungsmitteln und die Preise für diese fallen immer mehr. Durch Subventionen können unterstütze Bauern ihre Produkte im Vergleich zu Bauern in Entwicklungsländern viel zu billig verkaufen (z.B.: Produkte die eigentlich 2 Euro in der Produktion kosten werden für einen Euro verkauft). Dadurch gibt es für die Bauern die nicht subventioniert werden (z.B. in Afrika), keine Möglichkeit ihre Produkte am europäischen Markt zu verkaufen (zumindest nicht zu fairen Preisen).


  • Generell lassen sich eine Belastung der Umwelt (Boden, Wasser und Luft) sowie Schädigung von Organismen und Ökosystemen beobachten, verursacht unter Anderem durch:
    • Pestizide in Boden und Grundwasser
    • Verdichtung des Bodens (durch schwere Maschinen) und Störung der Bodenmikrofauna
    • Verringerung der Artenvielfalt, durch Kulturpflanzen und –tiere sowie auch bei wildlebenden Arten
    • Senkung des Gehalts an Mineralien, Vitaminen & Aromastoffen im Wasser
    • Verringerung der Haltbarkeit der agrarischen Produkte
    • Pestizidvergiftungen bei Landwirten (laut WHO-Schätzungen Ende 1980er Jahre weltweit 20.000 Fälle mit Todesfolge)
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