Nutzung von Agrarräumen
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Extensive Landwirtschaft:
Unter extensiver Landnutzung versteht man eine Bewirtschaftung des Bodens mit geringem Kapital- und Arbeitsaufwand. Gründe hierfür können ein raues Klima, schlechter Boden, oder auch Marktferne sein. Sie bewirken eine schlechte Ertragslage, die eine intensivere Bewirtschaftung unrentabel macht. Eine eher neue Tendenz ist das Anstreben einer „Extensivierung“ in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten, da es durch den Einsatz von noch effektiveren Düngemitteln und Pestiziden, sowie durch die Züchtung leistungsfähigerer Nutzpflanzen zu einer Ausbeutung des Bodens kommt. Seit 1985 wird hier das Thema „Extensivierung“ in Form von Flächenstilllegungen und Produktionsumstellungen diskutiert. (Bsp)
Weidewirtschaft:
Das klassische Beispiel der extensiven Landwirtschaft im Alpenraum ist jedoch die Weidewirtschaft, bei der im Sommer weite Flächen, die dem Menschen wenig Aufwand bereiten, für die Entlastung der Talbetriebe genutzt werden. Die Devise in der extensiven Landwirtschaft ist: „Wenig Aufwand – bestmöglicher Ertrag“.
Wanderfeldbau und Brandrodung:
Unter Wanderfeldbau oder Wanderwirtschaft (engl. Shifting Cultivation) versteht man verschiedene Formen der Landnutzung, bei welchen Felder für einen bestimmten Zeitraum intensiv genutzt und anschließend aufgegeben werden. Eng mit dem Wanderfeldbau verknüpft steht die Brandrodung, so dass häufig auch von "Brandrodungswirtschaft" gesprochen wird. Bei der Brandrodung bleiben die in den Pflanzen enthaltenen Nährstoffe in der Asche auf der zukünftigen Anbaufläche zurück und sorgen so für Fruchtbarkeit. Der Wanderfeldbau ist eine der ältesten landwirtschaftlichen Nutzungsformen der Erde, und nach Schätzungen der FAO (Food and Agriculture Organization) leben und wirtschaften heute noch etwa 250 Millionen Menschen in diesem Agrarsystem.
Wanderfeldbau wird vor allem von Naturvölkern in tropischen und subtropischen Waldgebieten betrieben, wo sie Ländereien für 3-5 Jahre bewirtschaften und die Felder anschließend auf erneute Brandrodungsflächen verlegen, so dass die vorherige Rodungsfläche in den folgenden Jahren durch Sekundärwald überwuchert werden kann. Die Übergänge vom Wanderfeldbau zu räumlich enger begrenzten und stationäreren Wirtschaftsformen mit dem Wechsel zwischen Anbau und Brache sind fließend. Werden nur die Wirtschaftsflächen und nicht die Hofstellen im wechselnden Turnus verlegt, spricht man von Landwechselwirtschaft.
Intensive Landwirtschaft:
In der intensiven Landwirtschaft sind hohe Erträge ein sehr wichtiges Ziel. Sorten mit hohem Ertrag werden gezüchtet. Diese Sorten wachsen rasch, brauchen dafür aber Dünger. Weil sie so rasch wachsen, werden viele dieser Pflanzen anfälliger auf Krankheiten. Sie müssen vor diesen Krankheiten mit Pflanzenbehandlungsmitteln geschützt werden. Teilweise kommt so ein Prozess in Gang, der immer mehr Düngung und immer mehr Pflanzenschutzmittel verlangt. Monokulturen gehören zur intensiven Landwirtschaft. 70% des Trinkwassers der Erde wird zur Bewässerung verwendet.
Monokultur:
Monokultur ist eine Form der Bodenbewirtschaftung. Der Gegenbegriff der Monokultur ist die Mischkultur. Bei der Monokultur wird auf einer land- oder forstwirtschaftlich genutzten Fläche nur eine bestimmte Art von Nutzpflanzen meist mehrfach aufeinander folgend angebaut. Der geringe Bearbeitungsaufwand ist durch die geringen Kapazitätsansprüche der Bepflanzung von den Maschinen gegeben. Günstigere Einkaufspreise für Saatgut, Dünger, Pflanzenschutzmittel etc. machen die Monokultur vorteilig. Aber längerfristig birgt die Ausnutzung des Bodens in Form der Monokultur erhebliche Nachteile. (Langfristig zerstören Monokulturen die natürliche Biozönose des Bodens und somit das gesamte Ökosystem auf und unter dem Kulturboden.)
Plantagen:
Eine Plantage ist ein forst- oder landwirtschaftlicher Großbetrieb, der sich auf die Erzeugung eines Produktes (Monokultur) für den Weltmarkt spezialisiert hat. 90% der Produktionen sind für den Welthandel bestimmt.
Oasen:
Die Oasenwirtschaft ist die traditionelle, sehr intensive Wirtschaftsform in den Oasen von Trockengebieten. Dort werden verschiedene Getreide-, Gemüse- und Fruchtarten sowie Palmen und Bäume angepflanzt. Oasen können in der Größe und im Charakter erheblich variieren. Vom kleinen, von Dattelpalmen umgebenen Teich bis hin zu ganzen Städten mit angesiedelten Industrie- und Landwirtschaftsbetrieben.
Probleme der intensiven Landwirtschaft:
Aber auch die intensive Landwirtschaft trägt zum Klimawandel bei, weil man durch das Düngern Lachgas ausstößt.
Neulandgewinnung:
Landwirtschaft wird normalerweise großräumig betrieben. Allerdings hat nicht jedes Land soviel Platz dafür zu entbehren. Vor allem Länder wie Japan, Niederlande und Dubai sind zu klein und haben deshalb verschiedene Methoden entwickelt um mehr Land zu gewinnen.
Deiche:
Zuerst werden riesige Dämme gebaut, dann wird das Wasser innerhalb der Deiche abgepumpt und ins Meer geschüttet. Das dadurch entstandene Land kann besonders gut für die Landwirtschaft genützt werden, da es besonders feucht und fruchtbar ist.
Erdbau:
An Küstengebieten wird oft auch Land mithilfe von Aufschüttung riesiger Sand und Steinmengen gewonnen. In Tokio, Japan wurden sogar 250 Quadratkilometer Land aufgeschüttet um an Baugrund zu kommen.
In den Niederlanden befindet sich ein viertel des ganzen Landes unter dem Meersspiegel Durch erbaute Dämme, welche sich insgesamt über eine Strecke von ca. 3000 km erstrecken, wird das Wasser vom eindringen ins Landesinnere abgehalten. Große teile der Niederlande sind nur durch Landgewinnung entstanden.

