Planwirtschaft (Zentralverwaltungswirtschaft)

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Die Planwirtschaft

Gegenbegriff zu Marktwirtschaft. In der Planwirtschaft werden von staatlichen Stellen alle Daten gesammelt, die Planung ermöglichen. Mit diesen Daten sollen zukünftige Entwicklungen so berechenbar werden, daß sie absichtlich und wirkungsvoll (nach Planzielen) gesteuert werden können. Planwirtschaft ist nur möglich, wenn ein Staat die notwendige Macht hat, sie durchzusetzen; so bleibt unklar, ob ein demokratischer Staat mit ständig wechselnden Mehrheitsverhältnissen wirklich planwirtschaftlich arbeiten kann. Die Planwirtschaft sieht sich vier Problemen gegenüber:

1. Wie stimmt sie unterschiedliche Produktionszweige aufeinander ab;

2. Wie stimmt sie die Produktion auf zukünftige Bedürfnisse der Bevölkerung ab;

3. Wie motiviert ( Motivation) sie die arbeitenden Menschen so, daß Planziele erfüllt werden;

4. Wie verhindert sie eine übermäßige Planungs- Verwaltung ( Bürokratisierung).


Zentrale Planwirtschaft


Ein typisches Beispiel für eine zentral verwaltete Wirtschaftsordnung war die Zentralverwaltungswirtschaft der UdSSR und anderer Staaten des „Realsozialismus“. Wesentliche Merkmale der Wirtschaft dieser Staaten waren die Verstaatlichung der Produktionsmittel und Firmen, die zentrale Steuerung des Wirtschaftsprozesses, die Festlegung von Preisen und Löhnen und ein stabiles Außenhandelsmonopol. Der Großteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche befand sich in genossenschaftlichem Besitz, wobei die Landwirtschaft aber genauso der staatlichen Planung unterstand. Obgleich diese Wirtschaftsordnung auf einer sich marxistisch-leninistisch nennenden Ideologie basierte, verwirklichte die Zentralverwaltungswirtschaft in der Realität nicht die von Karl Marx angestrebte gemeinsame Planung mit Beteiligung aller Gesellschaftssubjekte, sondern eine Steuerung durch besondere Funktionäre, gemäß deren spezieller Interessen.


Dezentrale Planwirtschaft


In einer dezentralen Planwirtschaft liegt die Verantwortlichkeit für die Bedarfsplanung eigenverantwortlich bei jeder einzelnen Wirtschaftseinheit. Dieser Bedarf wird mit den anderen Wirtschaftseinheiten abgestimmt, die so ihre Produktion festlegen. Eine solche Vorausplanung von Bedarf und Produktion findet ganz selbstverständlich sowohl in kleinen vorzeitlichen Gesellschaften (Sippen, Dorfgemeinschaften, …) als auch im Innenverhältnis faktisch jedes Unternehmens statt, wobei letzteres jedoch ein normaler Bestandteil der Marktwirtschaft ist und deshalb nicht als Planwirtschaft im herkömmlichen Sinne bezeichnet wird. Ein Beispiel ist das frühere marktsozialistische Jugoslawien. Private Planwirtschaft Planung findet in jedem Unternehmen statt. Mit zunehmender Unternehmensgrösse stehen die Entscheider prinzipiell vor den gleichen Problemen, die aus der staatlichen Planwirtschaft bekannt sind. Sie versuchen, die Unkalkulierbarkeit ihres Absatzmarktes mittels verschiedener Maßnahmen kalkulierbar zu machen. Dazu gehören vor allem Marktanalysen.


Private Planwirtschaft


Planung findet in jedem Unternehmen statt. Mit zunehmender Unternehmensgrösse stehen die Entscheider prinzipiell vor den gleichen Problemen, die aus der staatlichen Planwirtschaft bekannt sind. Sie versuchen, die Unkalkulierbarkeit ihres Absatzmarktes mittels verschiedener Maßnahmen kalkulierbar zu machen. Dazu gehören vor allem Marktanalysen.

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