Schachtbrunnen
Aus BurkinaAt
Traditionell wird beim Brunnenbau, während der Trockenzeit, einfach ein Loch gegraben bis Wasser erreicht wird. Um zu verhindern, dass der Schacht in der Regenzeit einstürzt wird er nachträglich ausgemauert
Der Boden wird an der gewünschten Stelle planiert und der erste Betonring wird aufgesetzt (mit oder ohne Schneidring an der Unterseite). Die Erde unter dem Ring wird abgegraben, der Ring rutscht nach. Ein neuer Ring wird aufgesetzt und die Erde wieder abgegraben....
Am Ende der Schachtarbeiten werden noch mindestens zwei Schachtringe über dem Niveau des Erdbodens aufgesetzt. Ein hoher Schutzwall um die Öffnung des Brunnens verringert die Verschmutzung, erhöht die Sicherheit der schöpfenden Frauen und erlaubt es ihnen, sich beim Hochziehen des Wassers mit dem Körper abzustützen.Schließlich wird das Ganze mit einem geteilten Zementdeckel abgeschlossen.
Die Kosten für die Fabrikation der Zementringe (10- 20m) betragen 500-800 €, die Gesamtkosten etwa 1000 €.
Wird der Brunnen geschlossen, weil z.B. eine Forage installiert wurde, muss der Deckel unbedingt geschlossen werden. Der Brunnen wird sonst, wie immer und überall, als Müllkippe mißbraucht und ist später nicht wieder reaktivierbar.

