Tourismus in Österreich: Entwicklung und aktuelle Tendenzen,Bedeutung für die österr. Wirtschaft

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Tourismus in Österreich
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Tourismus in Österreich

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Tourismus ist ein sehr bedeutender Wirtschaftszweig in Österreich. Dieser verteilte sich in Österreich bis jetzt immer relativ gleichmäßig auf Sommer- und Wintersaison. Der Beitrag des Tourismus zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung (BIP) betrug 2006 8,7%. Inklusive Freizeitwirtschaft liegt der Anteil am BIP sogar bei 16,3%. Österreich hat einen Marktanteil von 5% (!) am europäischen Tourismus.


Österreich verfügt über sehr gute Voraussetzungen für Tourismus (Berge, Kulturlandschaften, Infrastruktur)


Wintertourismus gibt es vor allem in den alpinen Regionen, ausgestattet mit zahlreichen Sportmöglichkeiten. Außerdem gibt es ganzjährige Gletschergebiete. Auch im Osten gibt es viele Schigebiete, die sich mit zahlreichen Angeboten kombinieren lassen (Rodelbahnen, Thermalbäder,...).
Wintertourismus
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Wintertourismus
Sommertourismus
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Sommertourismus

Auch für den Sommertourismus spielen die Berge eine große Rolle. Wandern, Radfahren sowie Seeurlaube unterstreichen die Vielfalt an Freizeitgestaltungsmöglichkeiten eines abwechslungsreichen Sommerurlaubs.


Städtetourismus und Sehenswürdigkeiten locken das ganze Jahr über Touristen an.

Entwicklung der Reisegewohnheiten der Österreicher

In den letzten 16 Jahren ist die Reiselust gestiegen. Es wurde fast doppelt soviel gereist. Aulandsreisen sind merklich beliebter und die Tendenz in den Wintermonaten zu verreisen steigt.

Ankünfte und Nächtigungen in Österreich

Generell ist ein Zuwachs sowohl bei den Ankünften, als auch bei den Nächtigungen zu vermerken, v.a. der Ausländeranteil ist gestiegen. Die Leute reisen mehr, da ihnen mehr Geld zur Verfügung steht und Flüge und auch Bahnreisen erheblich billiger geworden sind.

  • Tabellen unter:

http://www.statistik.at/web_de/statistiken/tourismus/beherbergung/ankuenfte_naechtigungen/023570.html

http://www.statistik.at/web_de/statistiken/tourismus/beherbergung/ankuenfte_naechtigungen/030028.html


Der Sommertourismus in Österreich hat 2007 ein Revival erlebt. Dafür förderlich war, dass die dafür Verantwortlichen endlich an einem Strang gezogen, und die Erlebnisorientierung des Urlaubsangebots in den Vordergrund gestellt haben. Außerdem wurde das Schlechtwetterangebot verbessert. So konnten wir von Mai bis August 2007 einen Zuwachs von 4,2% (auf 45,5 Mio) Nächtigungen verzeichnen.

Sorgenkind Schnee

Durch den Klimawandel und die daraus entstehende Schneearmut ergibt sich ein gravierendes Problem für den Wintertourismus, das das BIP erschüttert. Denn heutzutage heißt Wintertourismus Skifahren und Snowboarden, und beides braucht Schnee. Dadurch gerät auch der Sommertourismus in Schwierigkeiten da die meisten Hotels zwei-Saison-Betriebe sind.


Die große Frage ist nun, ob Beschneiung umweltverträglich und mit nicht allzu großem Energieverbrauch möglich ist. Vorallem für kleinere Skigebiete sind die hohen Kosten für Schneekanonen und weiteres nahezu unerschwinglich. Skifahren wird durch die Beschneiung erheblich teurer. Dadurch wird der Wintersport im klassischen Sinne bald nur noch ein Minderheitenprogramm, praktiziert von wenigen die sich das noch leisten können.


Es konnte ein Zuwachs an Ankünften im Zeitraum November 2006 bis März 2007 vermerkt werden der unter anderem ein Zeichen dafür sein könnte,dass in Österreich Angebot und Nachfrage nicht nur vom schneeabhängigen Winter-/Schitourismus geprägt sind, sondern andere Nachfragesegmente, wie Städtetourismus, Kur-/Gesundheitstourismus, Kongress-/Tagungs-/Messetourismus, Weinstraßentourismus oder Donautourismus steigenden Stellenwert im Wintertourismus haben.

Zukunftsprognosen des österr. Tourismus

Der Städtetourismus entwickelt sich in Österreich zu einem immer stärkeren Tourismuszweig. 16% der gesamten Nächtigungen und 29 Prozent der Ankünfte entfallen bereits auf den Tourismus in österreichischen Städten (v.a Wien) mit mindestens 10.000 Einwohnern. Laut Experten wird sich dieser Trend weiter fortsetzen.

Das Verlangen im Sommertourismus laut austrotourism.com setzt sich zusammen aus:

1. Echt Österreich – der Wunsch nach unverfälschtem Naturerlebnis steigt

2. Erlebnis Berg – der Berg wird ultimatives Erlebniscenter

3. Bergfrieden – Image des Österreichurlaubs nimmt ab

4. Mehr als Meer – intakte Umwelt Österreichs gefragt, Ausbau der Erlebniskultur rund um Seen

5. Energiequelle Österreich – Österreichs einzigartige Natur als „Lebenstankstelle“ für Körper und Geist stark im Trend


Bei der Prognose für den Wintertourismus sind wir sehr stark von der Entwicklung des Klimawandels abhängig --> Alternativlösungen: neue Freizeitmöglichkeiten. Außerdem wird es auch einen starken Zuwachs im Bereich der Fernreisen in wärmere Regionen geben. (siehe auch: Sorgenkind Schnee)

Gesundheitstourismus
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Gesundheitstourismus

Vor allem in letzter Zeit spielt auch der Gesundheitstourismus eine wichtige Rolle. Unter den Lebenszielen im neuen Jahrtausend spielt der Wunsch, vor Krankheiten verschont zu bleiben, eine dominante Rolle. Darüber hinaus werden in Umfragen geistige Fitness und generelles Wohlbefinden als essentielle Grundpfeiler des Lebens genannt und auch die Gesundheitsvorsorge steht hoch im Kurs. Gesund sein alleine ist also aus Sicht der Menschen zu wenig, die Qualität der Gesundheit ist das Entscheidende.


Vergleicht man die Attraktivität verschiedener Urlaubsbegriffe, so hat der Erholungsurlaub hohen Stellenwert. Sehr positive Imagewerte haben der Thermenurlaub und der Wellnessurlaub, wobei der wichtigste Unterscheidungspunkt der Gäste die Urlaubsdauer ist. Wellnessurlaub wird häufig mit einem (verlängerten) Wochenende assoziiert, die Dauer eines Thermenurlaubs liegt in den Augen der Kunden deutlich höher. Der Begriff Kur ist in den Augen der Konsumenten etwas veraltet. Die Kur hat zur Behandlung leichter Gesundheitsprobleme die Nase vorne, die Therme ist dagegen angesagt, wenn es um Gesundheitsaktivitäten geht.




http://derstandard.at/?id=3055027 (Sommertourismus)

http://www.freizeitforschung.at/data/Archiv/2006/03_2006/body_03_2006.htm (Tourismusanalyse)

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