Tragfähigkeit der Erde

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Unter Tragfähigkeit der Erde versteht man diejenige Bevölkerungszahl eines geographischen Gebietes (oder auch der ganzen Erde), deren Sicherung des Lebensstandards durch natürlichen Ressourcen langfristig ermöglicht wird. Jegliche

Inhaltsverzeichnis

Bevölkerungsexplosion:

Bevölkerungswachstum der Welt 1700-2050
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Bevölkerungswachstum der Welt 1700-2050

Eine Bevölkerungsexplosion ist ein schnelles Bevölkerungswachstum welches jährlich um mehr als 2 % steigt. Bevölkerungsexplosionen geschehen großteils in Entwicklungsländern, vor allem in Städten. 1804 überschritt die Weltbevölkerung erstmals die eine Milliarde Grenze. In den Jahren 1900-2000 hat sich die Weltbevölkerung auf über 6 Milliarden vervierfacht Derzeit leben ca. 6,68 Milliarden Menschen auf der Erde.

Rohstoffknappheit:

Kein Rohstoff ist unbegrenzt vorhanden. Das Wachstum der Bevölkerung und ein steigender Lebensstandard sowie ein sorgloser Umgang mit Rohstoffen in der Wegwerfgesellschaft führen zu eine zunehmenden Rohstoffknappheit. Besonders deutlich wird dies bei den fossilen Rohstoffen wie Erdöl. Ein Problem ist auch die begrenzte Wiederverwertbarkeit. Über die Folgen einer weltweiten und allgemeinen Rohstoffverknappung kann bisher nur spekuliert werden, jedoch werden ähnliche Auswirkungen erwartet wie während der Ölkrise, die eine wirtschaftliche Stagnation und Zwangseinschränkungen der Bevölkerung (z.B. Sonntagsfahrverbot) nach sich zog.

Wasserknappheit:

Aufschluss über die Wasserverfügbarkeit gibt der auf 2001 bezogene Vergleich der kontinentalen Anteile zur Weltbevölkerung gegenüber den Anteilen zur globalen Verfügbarkeit von Süßwasser, der 2003 von der UNESCO veröffentlicht wurde. Danach ergibt sich folgende Tabelle:


  • Asien: 39 % Wasserverfügbarkeit bei 60 % der Weltbevölkerung
  • Südamerika: 26 % Wasserverfügbarkeit bei 6 % der Weltbevölkerung
  • Nord- und Mittelamerika: 15 % Wasserverfügbarkeit bei 8 % der Weltbevölkerung
  • Afrika: 11 % Wasserverfügbarkeit bei 13 % der Weltbevölkerung
  • Europa: 8 % Wasserverfügbarkeit bei 13 % der Weltbevölkerung
  • Australien und Ozeanien: 5 % Wasserverfügbarkeit bei <3 % der Weltbevölkerung


Diese Übersicht zeigt insbesondere die Belastung Asiens und Europas, bei denen der Anteil an der Weltbevölkerung deutlich über dem Anteil an der globalen Wasserverfügbarkeit liegt.

Die UNESCO prognostiziert aufgrund dieser Tabelle und der Tatsache einer bisherigen Versechsfachung des Wasserverbrauchs zwischen 1930 und 2002 durch eine Verdreifachung der Weltbevölkerung bei gleichzeitiger Verdoppelung des durchschnittlichen Wasserverbrauchs pro Kopf ein dramatisches Schwinden der Wasserverfügbarkeit bis 2025 und darüber hinaus. Begründet wird diese Prognose mit kontinuierlich steigendem Bevölkerungswachstums, verursacht sowohl durch globales ökonomisches Wachstum als auch durch die Verbreitung verbrauchsintensiver Lebensstile in so genannten Drittländern.

Energieverbrauch:

Physikalisch gesehen kann Energie in einem geschlossenen System nicht verbraucht, sondern nur gewandelt werden. Gleichbedeutend ist der Begriff Energiebedarf.

Im engeren Sinne bezieht sich „Energieverbrauch“ auf den menschlichen Verbrauch von Brennstoffen und elektrischem Strom. Da der weltweite Energieverbrauch sich im Laufe der Menschheitsgeschichte ständig erhöht hat, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine globale Energiekrise und ein wirksames Energiecontrolling ist erforderlich.

Ernährung:

Mit dem Ausdruck Welthunger wird die Situation beschrieben, dass Hunderte Millionen Menschen auf dieser Erde hungern, obwohl genug Nahrung für alle vorhanden ist.

Die meisten Hungernden leben in Asien und der Pazifikregion (524 Millionen), gefolgt von Afrika südlich der Sahara (206 Millionen). Auch in Lateinamerika (52 Millionen), dem Nahen Osten (38 Millionen) und vielen osteuropäischen Ländern ist Hunger ein Problem. Die meisten Hungernden leben in Entwicklungsländern (820 Millionen). Aber auch in den Schwellenländern (hauptsächlich der Gemeinschaft unabhängiger Staaten) (25 Millionen) und den Industrieländern (9 Millionen) gibt es Hungernde.
Faktoren für Hungersnot sind:


  • Bevölkerungszuwachs:

Die Weltbevölkerung hat sich im letzten Jahrhundert nahezu vervierfacht. Hohes Bevölkerungswachstum muss nicht zwangsläufig zu Hunger führen, in vielen Entwicklungsländern halten jedoch die natürlichen Ressourcen und das Angebot an Arbeitsplätzen nicht damit Schritt, so dass Bevölkerungswachstum („Überbevölkerung“) zu einem Hungerrisiko wird.


  • Welthandel:

Die Strukturen des Welthandels sind eine weitere Ursache für den Hunger in den Entwicklungsländern. Der Welthandel wird durch die Industrieländer dominiert. Die Industrie ist in den meisten Entwicklungsländern schwach entwickelt. Viele Entwicklungsländer sind vom Export eines einzigen Rohstoffes abhängig. Die gewaltigen ungleichen Exporte z.B.: Anteil von Westeuropa am weltweiten Export betrug 2000 39,5 % und von Afrikas dagegen lag 2000 bei 2,3 % sind große Faktoren für Armut.


  • Soziale, politische und ökonomische Faktoren:

Hunger entsteht selten dadurch, dass es einfach zu wenig Nahrung gibt. Verschiedene soziale, politische und ökonomische Faktoren sind dafür verantwortlich, dass die Nahrung zuweilen nicht zu denjenigen gelangt, die sie brauchen. Die Staatsverschuldung der Entwicklungsländer führt dazu, dass die betreffenden Länder einen großen Teil ihrer Wirtschaftsleistung für Zinszahlungen an das Ausland aufbringen müssen. Dadurch stehen ihnen weniger Mittel für Entwicklung und Armutsbekämpfung zur Verfügung. 50 % der Hungernden sind Kleinbauern, die hauptsächlich von dem leben, was sie selbst anbauen. Da sie arm sind, können sie bei Bedarf keine ausreichenden Nahrungsmittel dazukaufen und sind von Hunger bedroht wenn ihre Ernte schlecht ausfällt.


Ökologische Probleme:

Das Wetter hat einen großen Einfluss auf die Ökologischen Rohstoffe und somit auch auf das ganze Land. Längere Trockenzeiten, Hagel oder extreme Temperaturen schaden der Ernte und damit einerseits einer wichtigen Nahrungsquelle, andererseits dem Export verschiedener Rohstoffe. "Gutes Wetter" hingegen führt zu einer stabile Bevölkerungszahl und zu Reichtum des Landes. Auch Klimakatastrophen wie Überschwemmungen und Vulkanausbrüche haben einen plötzlichen Rückgang der Bevölkerungsanzahl zur Folge.


Klimaerwärmung:

Als globale Erwärmung bezeichnet man den während der vergangenen Jahrzehnte beobachteten allmählichen Anstieg der Durchschnittstemperatur. Ihre hauptsächliche Ursache liegt nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Verständnis in der Verstärkung des Treibhauseffektes durch den Menschen. Während Klimawandel die natürliche Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum beschreibt und damit die bisherige Klimageschichte umfasst, bezieht sich die globale Erwärmung auf die gegenwärtige anthropogene, das heißt durch Menschen verursachte Klimaveränderung. Diese besteht nicht nur im Anstieg der Durchschnittstemperatur auf der Erde sondern sie ist darüber hinaus mit einer Vielzahl weiterer globaler, regionaler und lokaler Folgen verbunden.

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