Ursachen, Merkmale und Probleme der Urbanisierung
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Merkmale
Urbanisierung = Städtewachstum
Ein Grund der Urbansierung: „Landflucht“ – Menschen ziehen vom Land in die Stadt. (auch: „Abwanderung“, Emigration) (Gegenteil: Stadtflucht)
Dieses Phänomen tritt seit einigen Jahrzehnten in sehr starken Ausmaßen auf -
1900 - 1% der Menschen lebte in der Stadt
heute - über 50% der Menschen leben in der Stadt
Seit dem Jahr 2007 leben erstmals mehr Menschen in der Stadt als am Land.
Gründe
in den meisten Ländern expandierende (sich ausdehnende) Industrie sowie Bürgerkriege und Überbevölkerung.
Die Menschen hoffen, in Städten eine Arbeit zu finden und sich so ein besseres Leben zu ermöglichen.
Push-Pull-Faktoren
Menschen werden aus Gebieten „weggedrückt“ (to push) bzw. von einem anderen Gebiet „angezogen“ (to pull)
PushFaktoren
• Wirtschaft: Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne etc… • Soziale Probleme: Armut, Rassismus etc…. • Ereignisse: Katastrophen • Demographische Probleme: Überbevölkerung etc… • Politische Konflikte: Krieg, Gesetze, politische Verfolgung etc…
PullFaktoren ----> Menschen erhoffen sich Chancen im Bezug auf ...
• Wirtschaft: große Arbeitsnachfrage/Verdienstmöglichkeiten, gute Verkehrsanbindung … • Soziale Vorteile: Sicherheit, gute Wohnmöglichkeiten, Bildungsmöglichkeiten, religiöse Toleranz … • Demographische Vorteile: ausreichend Flächenangebot • Politische Vorteile: Möglichkeiten illegaler Einwanderung
Folgen
Infrastruktur
(= alle Einrichtungen, die zur Entwicklung eines Raumes notwenig sind)
Durch den ständigen, praktisch explodierenden Bevölkerungszuwachs stellt die Infrastruktur vieler Städte ein großes Problem dar, da sie mit dem Wachstum nicht Schritt halten kann.
Bsp: In Kairo leben heute knapp 16 Millionen Menschen, die Stadt ist aber maximal für zehn Millionen Menschen ausgelegt.
Wasser und Strom wird knapp, Verkehrssysteme müssen erweitert werden.
• landlose Arbeiter und verarmte Kleinbauern schließen sich in der Stadt zusammen zu einer neuen Sozialen Schicht - so entstehen unter anderem Ghettos und Slums.
Ghetto
Bezeichnet Stadtviertel wo bestimmte Bevölkerungsgruppen in meist ärmlichen Verhältnissen (Arbeitslosigkeit, geringe Bildung ...) leben.
Bsp.: Warschauer Ghetto (1940)
Die Ghettobildung begann schon im 13. Jahrhundert (Europa), als die Kirche die räumliche Abgrenzung der Juden von der christlichen Bevölkerung forderte. So entstanden also Stadtviertel, die nur für Juden vorgesehen waren. Vorerst waren diese noch keine Armenviertel, aber die Juden waren trotzdem schon, meist diskriminierenden, Gesetzen unterworfen. In den folgenden Jahrhunderten verstärkte sich die Ghettobildung drastisch.
Heute lebt fast 1/6 der Weltbevölkerung in Slums.
Megastädte
= Def.: mehr als 8 Mill. Einwohner
Dort sind die Bedingungen oft auch sehr schlecht, den Menschen ist es trotzdem meistens lieber als ihr Herkunftsland.
[Link_Liste der Megastädte|http://de.wikipedia.org/wiki/Megast%C3%A4dte]
siehe GeoBuch 8, Seite 160 - 165

