Westliche Industriestaaten (GB,F,D, USA;…)

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Bei den Westlichen Industriestaaten gilt England als Voreiter, aber die USA und Deutschland sowie andere Europäische Länder zogen bald nach. Der große Wirtschaftsaufschwung dieser Länder war zu beginn des 19. Jahrhundert. Ab dann wurde in Fabriken hauptsächlich Maschinel produziert.

USA

Mit Präsident Warren G. Hardings „Rückkehr zur Normalität“ (engl. Return to Normalcy) nach dem Ersten Weltkrieg erlebten die Vereinigten Staaten eine Epoche großen Wohlstands. Der Aktienmarkt wuchs von Jahr zu Jahr in Rekordhöhe und die Konjunktur wurde als unverletzlich angesehen. Dieser Glaube löste sich allerdings im Laufe der Weltwirtschaftskrise sehr schnell auf. Nachdem mehrere Versuche fehlschlugen, das Wirtschaftswachstum durch die Verringerung staatlicher Ausgaben anzukurbeln, schlug der neugewählte Präsident Franklin D. Roosevelt eine Reihe staatlicher Wachstumsprogramme vor, die zusammen als New Deal bekannt wurden. Die neuen Initiativen folgten den Ansichten des Keynesianismus und waren entsprechend nachfrageorientiert, schufen ein soziales Sicherheitsnetz und wirtschaftliche Investitionen mittels gezielter Staatsverschuldung. Als die Vereinigten Staaten im Jahr 1941 in den Zweiten Weltkrieg eintraten, erhöhten sich die staatlichen Ausgaben und damit die Staatsverschuldung nochmal in vorher unbekanntem Ausmaß, was das endgültige Ende der Wirtschaftskrise zur Folge hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten die Vereinigten Staaten wie schon in den Zwanzigern kontinuierlichen Wohlstand mit einem stabilen jährlichen Wirtschaftswachstum bis in die 1970er. Zu diesem Zeitpunkt ereignete sich das erste bekannte Vorkommen einer Stagflation, also stagnierendes Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig hoher Inflation. Als Gegenmaßnahme trat das Land unter Präsident Richard Nixon aus dem Bretton-Woods-System aus, dies konnte aber die weitere Inflation nicht aufhalten. Im Laufe der Siebziger verschlechterte sich die Wirtschaftsentwicklung weiter, so dass viele zu Beginn der 1980er ein Ende des keynesianischen Ansatzes vorhersahen. Ronald Reagan gewann die Präsidentschaftswahl 1980 mit dem Wahlspruch „government is not the solution to our problem, government is the problem“[1]. Reagan unterstützte den Ansatz der Angebotspolitik, die den Kongress dazu veranlasste, im Jahr 1981 Steuern, staatliche Ausgaben und staatliche Regulierung zu verringern. Obwohl das Bruttoinlandsprodukt 1982 nur um 2% wuchs, erhöhte es sich im Laufe der gesamten Amtszeit Reagans um 31%. Während Präsident Bill Clintons Amtszeit vergrößerte sich das BIP nochmal um 38%. Zum Ende seiner Amtszeit bemaß sich die gesamtwirtschaftliche Produktion auf $9,8 Billionen mit der geringsten Arbeitslosenquote in dreißig Jahren. Mit dem Platzen der Dotcom-Blase begann im Jahr 2000 eine vergleichsweise milde Rezession, die Gesamtwirtschaft hat aber nach den fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen des Staates und der Notenbank schell wieder an die alten Wachstumsraten angeschlossen. In der nahen Zukunft werden insbesondere die durch den Irak-Krieg verursachte hohe Staatsverschuldung und das große Handelsdefizit als mögliche Gefahren für das weitere Wirtschaftswachstum angesehen.

Deutschland

Mit dem deutschen Zollverein von 1833 wurde das wirtschaftliche Ziel eines Binnenmarktes und die Vereinheitlichung fiskalisch-ökonomischer Rahmenbedingungen erreicht. Die damit verbundenen Vorteile zeigten sich in der Gründerzeit, deren Anfänge in den 1840er-Jahren liegen und die bis zum großen Börsenkrach („Gründerkrach“) von 1873 ging. Dem folgte ein wirtschaftlicher Aufschwung und eine weitere Rezession um ca. 1879. Dennoch war das schon die Zeit in der sich die Hochindustrialisierung in Deutschland anbahnte. Sie war gekennzeichnet durch die Entstehung, die Verbreitung und den starken Gegensatz von wirtschaftlichen Interessenverbänden, wie den Gewerkschaften, den Industriellenverbänden

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