Schwarzer Stein
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Der Schwarze Stein ist eine in Westafrika weit verbreitete Behandlungsmethode bei Schlangenbissen.
Aus einer Gebrauchsanleitung
Bestimmt zum Einsatz in tropischen Ländern. Der Schwarze Stein dient zur Verhinderung und Bekämpfung von Blutvergiftungen die sich in Folge giftiger Bisse von Schlangen, Skorpionen oder anderen Insekten entwickeln. Anwendung. Die Biss-Stelle bluten lassen. Den Schwarzen Stein auf die Wunde legen. Er saugt sich fest und fällt allein wieder von der Wunde ab, sobald er dem Körper das Gift entzogen hat. Den Stein nach Gebrauch für eine halbe Stunde in kochendes Wasser, anschließend für zwei Stunden in einfache Milch legen. Danach mit kaltem Wasser abwaschen. Sobald der Stein gründlich in der Luft getrocknet ist, kann er wieder verwendet werden. Den Schwarzen Stein bitte sorgfältig behandeln, da er sehr zerbrechlich ist.
Kritik
Es gibt durchaus Menschen, die die Wirkung eines solchen Steins mehr als bezweifeln:
"Es ist ein Stück polierten, z.T. porösen schwarzen Steins, das umgehend auf die Biss- oder Stichwunde zu legen ist, damit dieser Stein das Gift heraussaugt. Da bei den meisten Stichen und Bissen das sich entwickelnde Ödem die winzige Wunde binnen Minuten schließt, ist es physikalisch unmöglich, allein durch Kapillarkraft Gift herauszusaugen."
(Zitat von Herrn Prof. Dr. Dietrich Mebs aus seinem Buch Gifttiere (2. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2000) auf http://www.gifte.de/Gifttiere/massnahmen.htm )
- Ich selbst konnte die fast unglaublich gute Wirkung des schwarzen Steines erleben, wurde ich doch in Mauretanien beim Baden im Meer von einer giftigen Schlange in den linken Knöchel gebissen. Sofort konnte ich die Wirkung des Giftes spüren und auch bemerken, wie das Gift im Bein empor stieg. Nach einiger Zeit wurde die Wunde wieder geöffnet, denn durch das Ödem war die Bißwunde wieder verschlossen, und der schwarze Stein auf die Wunde gelegt. Nach dem Gesetz der Schwerkraft hätte der Stein eigentl. nicht halten dürfen, wurde er doch senkrecht an die Wunde geheftet, aber er hielt. Nach etwa einer Stunde ist er von allein abgefallen und ich konnte innerhalb dieser Stunde ganz deutlich spüren wie das Gift, welches mittlerweile auf der Hälfte des Oberschenkels zu spüren war, sie langsam in Richtung Knöchel/schwarzer Stein zurück gezogen hat. Zur Sicherheit haben wir den Stein noch auf die zweite Wunde gelegt, die auch erst wieder geöffnet werden mußte und dort ist dann der Stein nach sechs Stunden abgefallen und das Gift war nun vollständig aus dem Bein gezogen, denn die Symthome waren vollständig verschwunden.
- Vorstehender Beitrag stammt von einem anonymen User von Burkina.at, 17.5.2008
Zur Kritik an der Wirkung des schwarzen Steines ist nachfolgender Bericht aus MISSIO 2/2003 recht informativ:

